Olivia Sebastianelli

Pop /
Großbritannien

Immer mehr gerade junge Frauen definieren die Bedingungen fürs Musikmachen eigenständig neu. Eine von ihnen ist die 1994 geborene Olivia Sebastianelli aus dem Londoner Stadtteil Croydon. Seit sie 14 ist, schreibt sie soulige Melodien mit dezentem Grunge-Einfluss und verbindet sie mit politischen Texten.

Bereits im Alter von 17 Jahren landete sie einen Plattendeal bei Sony RCA, den sie allerdings schon nach acht Monaten wieder frustriert verließ, als sie merkte, dass man sie dort in eine zweite Katy Perry verwandeln wollte. Seitdem macht sie ihr eigenes Ding – mit Erfolg. Das klingt wie eine Begegnung aus Chrissie Hynde und Kurt Cobain. Songs wie „Cam Girl“ sind durchaus charttauglich zu nennen. Mit einem unaufwendigen, klassischen Pop-Sound, der hinter dem tieferen Gesang Sebastianellis zurücktritt. Eindeutig hat sie mehr Spaß an melancholischen Balladen als an Up-Tempo-Melodien, auch wenn sich das auf ihrem Album sicherlich mischen dürfte. Und eine klassische Soul-Röhre hat sie obendrein.