Joseph J. Jones

Pop /
Großbritannien

Eigentlich wollte Joseph J. Jones als Boxer sein Glück suchen und damit den Weg seines Vaters einschlagen, der Amateur-Box-Champion war. Dann kam dem 20-Jährigen aus dem britischen Essex doch die Musik dazwischen. Daran hat auch sein Großvater Anteil, der Jazz-Gitarrist bei der BBC war.

Jones’ Debüt-EP „Hurricane“ setzte sich langsam bei Streamingdiensten und in den Radiostationen der Insel durch. Jones schlägt einen darauf in „Whisper to a Hurricane“ oder „Stay“ mit einer tiefen, raspeligen Northern Soul-Stimme in den Bann. Das Geheimnis ist jedoch, wie er sie einsetzt. In sensiblen, melancholischen Balladen. Mit dieser unwiderstehlichen Mischung aus harter Bursche und einfühlsamer Kern besticht Joseph J. Jones. Mit „Gospel Truth“ hat er gerade einen wirklich unverfrorenen Ohrwurm herausgebracht, der ihn weiter vom Geheimtipp ins Rampenlicht bugsieren dürfte. Es ist wohl eine Frage der Zeit, bis Jones nur noch in großen Hallen zu bewundern ist.